Leukodermie bei Patienten mit Melanom behandelt mit Interferónleukodermie bei Interferon-behandelten Melanompatienten

Zusammenfassung

—Die Assoziation von Läsionen der Leukodermie oder Vitiligo bei Patienten mit Melanom wurde häufig in der medizinischen Literatur diskutiert und gelegentlich mit einer günstigeren Prognose der Krankheit in Verbindung gebracht. Diese Läsionen können vor oder nach der Diagnose eines Melanoms vorliegen. Es gibt auch Fälle von Leukodermie im Zusammenhang mit Interferon-Therapie. Wir stellten 3 Patienten vor, bei denen ein Melanom mit Ganglienmetastasen diagnostiziert wurde, die mit Interferon alfa-2b (IFN-a2b) behandelt wurden und die während der Behandlung Läsionen von Leukodermie oder Leukotriquie entwickelten. Einer der Patienten hatte vor der Behandlung eine akromische Halo-Melanom-Metastase entwickelt. Biopsien der akromischen Haut zeigten eine Abwesenheit von Melanokokken-Differenzierung. Das Auftreten akromer Läsionen bei Patienten mit Melanomen könnte eine selektive Immunantwort gegen pigmentierte Zellen bedeuten. Bei unseren Patienten scheint es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten akromer Läsionen und der Behandlung mit IFN-a2b zu geben, was darauf hindeuten könnte, dass die Immuntherapie diese Immunantwort stimulieren würde.