Friedrich August II.

Friedrich August II., (geboren 18.Mai 1797, Dresden, Sachsen-gestorben Aug. 9, 1854, das Tirol, Österreich), Reform-gesinnten König von Sachsen und Neffe von Friedrich August I., der die deutsche Vereinigung begünstigt, wurde aber in eine reaktionäre Politik durch die Revolutionen von 1848-49.

Friedrich August teilte die Regentschaft mit seinem Onkel, König Anton, von 1830 bis 1836, als er den Thron bestieg. Die Verfassung von 1831, die ein Maß an repräsentativer Regierung gewährte, war teilweise seine Arbeit. Er setzte sich nach seinem Beitritt weiterhin für Reformen ein, erreichte jedoch mangels Entschlossenheit nur sehr wenig. Friedrich August sympathisierte mit dem Plan für die deutsche Einheit, der von der Frankfurter Nationalversammlung 1848 vertreten wurde, obwohl er sich weigerte, den liberalen Verfassungsentwurf dieses Gremiums zu akzeptieren. Diese Weigerung führte im Mai 1849 zum Dresdner Aufstand, der nur mit Hilfe preußischer Truppen niedergeschlagen wurde. Danach brachte F.F. von Beust, ein reaktionärer Preußenfeind und Freund Österreichs, Sachsen ganz ins österreichische Lager. Nach der gescheiterten Revolution wurde Friedrich August in der Regierung seines Staates immer weniger aktiv. Immer ein begeisterter Hobbybotaniker, der in Europa viel gereist war, um diesem Hobby nachzugehen, starb er an den Folgen eines Unfalls auf einer seiner Expeditionen nach Tirol.